Projektlernen meets Web 2.0 – Die Workshops stellen sich vor

Die Veranstaltung am 15. 6. „Projektlernen im digitalen Zeitalter“ hat 5 Workshops im Programm. Hier stellen die Leiter ihre Workshops vor:

WS 1: Good Practice – Lernen 2.0
mit Max v. Redecker, Lehrer an der Stadtteilschule Bahrenfeld, zu einem erprobten Unterrichtsvorhaben Migration-Integration


WS 2: Forschungsfragen entdecken und entwickeln
mit Wolfgang Steiner, LI Hamburg, Demokratie- und Projektlernen

Lernen ist „denkende Erfahrung“ (reflecting experience). „Das Denken nimmt seinen Ausgang von einer Beunruhigung, einem Staunen, einem Zweifel. … Ein Kind oder einen Erwachsenen ganz allgemein zum Denken aufzufordern, ohne dass vorher in irgendeiner Form das Gefühl einer Schwierigkeit empfunden wurde, das sein Gleichgewicht erschüttert, ist daher vollkommen sinnlos.“
(John Dewey, Wie wir denken, hrsg. von Rebecca  Horlacher und Jürgen Oelkers, 2. Auflage Zürich 2009, S.15).
Wie sehen Lernsituationen aus, in denen echte Forschungsfragen entstehen? Kann man deren Entstehungsprozess überhaupt mit didaktischen Mitteln beeinflussen – und wenn ja, wie? Welche didaktischen Handlungsmuster, Methoden und Instrumente haben sich in der Praxis bewährt, um solche Lernsituationen in Schule und Erwachsenenbildung zu (er)finden und zu gestalten? Eröffnet Web 2.0 hier neue Möglichkeiten – werden diese schon hinreichend wahrgenommen oder teilweise bereits überschätzt?
Der Workshop versteht sich als Erfahrungsaustausch reflektierender PraktikerInnen über diese Kernfragen der Projektdidaktik.

WS 3: Das Blog als eierlegende Wollmilchsau des Lernens – Inwiefern?
mit Ralf Appelt , Uni Hamburg,

WS 4: Kollaboratives Schreiben mit Etherpad & Co – Werkzeuge für kreative und organisatorische Texte
mit Jöran Muuß-Merholz

WS 5: Schüleraustausch innerhalb Hamburgs – Wohlstandsvorort trifft Szenekiez
mit Felix Risch, Gymnasium Buckhorn

Ein Schüleraustausch wird üblicherweise zwischen einer deutschen Schule und einer ausländischen Partnerschule durchgeführt. Die Teilnehmer lernen dabei etwas über eine fremde Kultur und deren Schulsystem, und sie gewinnen an Selbständigkeit durch die Erfahrung der Bewährung im Ausland.

Felix Risch fragt sich, ob ähnliche Lerneffekte auch bei einem Austausch innerhalb Hamburgs erzielt werden können. Dazu hat er jetzt zum dritten Mal ein Austauschprojekt zwischen den Gymnasiasten eines wohlhabenden Hamburger Vororts und den Gesamtschülern eines Stadtteils mit hohem Migrantenanteil und hoher Hartz IV-Quote initiiert. Das Projekt besteht im Kern aus zwei Projekttagen, wird aber teilweise auch durch längere Gastschüleraufenthalte im jeweils anderen Stadtteil ergänzt.

Im Workshop berichtet Felix Risch von seinen bisherigen Erfahrungen mit diesem Projekt. Die TeilnehmerInnen des Workshops sind geladen, sich mit dem Instrument Analysegespräch in dieses Projekt konkret hinein zu fragen und die Ergebnisse – sowohl erwünschte, wie auch unerwünschte – mithilfe ihrer eigenen Erfahrung zu reflektieren. Besonders gefragt sind dabei Ideen für den Einsatz des Web 2.0 in zukünftigen Auflagen des Projekts. Eine Moderatorin ist dabei, auf die Einhaltung der Regeln der Methode zu achten.  Dabei lernen alle Beteiligten nicht nur etwas über Projektdidaktik im engeren Sinne, sondern sie lernen auch ein Instrument kollegialer Beratung als Möglichkeit der professionellen Weiterentwicklung kennen.

Noch ist die Anmeldefrist nicht verstrichen. Anmeldungen: lisa.rosa@li-hamburg.de
Wer möchte, kann sich gleich für einen Workshop vormerken lassen.

3 Gedanken zu „Projektlernen meets Web 2.0 – Die Workshops stellen sich vor

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