Lernen im digitalen Zeitalter

Hier der Vortrag zur Prezi auf der eEduca 2017 in Salzburg

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Ein Blick darauf, was in meinem Vortrag „Lernen im digitalen Zeitalter“ zu bekommen ist:
(1) Eine Einführung ins Problem der „digitalen Bildung“;
(2) führt zu der notwendigen Überlegung, wie der Zusammenhang von Medien und Gesellschaft aussieht.
(3)
Das, was wir unter Wissen und Lernen verstehen, muss daraufhin neu überdacht werden; Was können bzw. müssen wir uns unter den gesellschaftlichen bzw. kulturellen Bedingungen der Digitalität unter Wissen und Lernen vorstellen?
(4) Die Folgen für die Lernprozess-Organisation im Unterricht heißen v.a. Dingen: Projektlernen spielt eine viel größere Rolle als bisher. Warum? Und wie geht das? Und wie geht das unter Zuhilfenahme der digitalen Medienformen? Und schließlich
(5) Professionelle Lerngemeinschaften und Persönliche Lernnetzwerke für das Lernen der Lehrer werden die kommenden Formen der systemisch organisierten und selbstgesteuerten Lehrerfortbildung sein. Weiterlesen

The Real Reward of Learning

Yesterday I had to lead another workshop about „Learning to learn“ in which I help student mentors to get fit for supporting their younger mentees who are struggling with their school careers.
We talked about procrastination. All students have hands-on experiences with this phenomenon and have to learn to cope with it. Otherwise their academic career would have already ended.
So I asked them about their most successful solutions to their problem of procrastination. And they came up with many variations of carrot-and-stick methods which are mostly the only answer you can get in schools and other learning institutions. They admitted that the problem was persisting despite the deployment of these methods, and an ongoing annoyance. One of them told about procrastinating until the fear of failing becomes so unbearable that she find it better to start at last with learning activities, but even from up there she is only driven by increasing angst. And for another student, procrastination has even let her to quit her studies completely. Weiterlesen

Medienbegriff, Lernbegriff und Geschichtslernen im digitalen Zeitalter

Vortrag auf der Tagung Geschichtsdidaktische Medienverständnisse #gld14 am 25./26. April 2014

Folie1

Wer diese Titelfolie hässlich findet, hat Recht. Aber warum ist sie hässlich? Weiterlesen

Über das Erlernen professionellen Lehrerverhaltens – Ein Gastbeitrag von Prof. Dr. Georg Lind

Georg Lind ist Professor für Psychologie und hat bis zu seiner Emeritierung in der Lehrerbildung Pädagogische Psychologie an der Universität Konstanz unterrichtet. Er hat  die Konstanzer Methode der Dilemma-Diskussion (KMDD) nach Lawrence Kohlberg entwickelt und engagiert sich weiterhin als Lehrerfortbildner.

Georg Linds Newsletter „Bildungsinfo“ ist nicht nur sehr beliebt wegen seiner treffsicheren Auswahl an relevanter aktueller Lektüre für Lehrer an Schulen und Hochschulen, sondern auch und vor allem wegen seiner Kommentare dazu, die wesentlich beitragen, die aktuellen Bildungs-Debattenthemen auf wissenschaftliches Niveau zu bringen, und dabei immer verständlich geschrieben sind ohne zu simplifizieren.

In einer der letzten Sendungen des Bildungsinfos hat Georg Lind anlässlich eines Interviews in der Taz mit Annedore Prengel über die Bedeutung der Beziehungsgestaltung durch den Lehrer für die Lernbereitschaft von Schülern entscheidende Dinge gesagt. Und außerdem gibt er Antworten auf die Frage, wie die Fähigkeit zu einer lernförderlichen Beziehungsgestaltung zu lernen ist. Hier sein ganzer Kommentar im Wortlaut:
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Denken lernen lehren – mit „Making Thinking Visible“

Sowohl-als-auch und Weder-noch

Meine neueste Lieblingslektüre für Schreibtisch, Sofa und Bett ist nach Merlin Donald’s Triumph des Bewusstseins ein Buch, das eine Brücke davon zur Pädagogischen Praxis baut. Immer haben wir ja das Problem, dass viele beliebte „Schulkritiker“ und „Schulerneuerer“ ihren antiintellektuellen Affekten frönen, wenn sie im dualistischen Denkstil „das Akademische“ mit dem „Intellektuellen“ gleichsetzend dieses dann gegen die Soft und Social Skills halten, die doch #hach! *herzensbildend* das „Eigentliche“ des „gebildeten Menschen“ ausmachen. Dagegen positioniert sich dann – einerseits zu Recht – eine Art Studienratsmaffia, die aber ihrerseits ebensowenig auf diese falsche Entgegensetzung und jene falsche Gleichsetzung verzichtet. Kognitives Wissen und Können bzw. Verhalten bleiben dann immer auf zwei entgegengesetzten Seiten einer Medaille. Wenn das eine ist, kann das andere nicht sein: Fördere ich Sozialverhalten (in isolierten Verhaltenstrainings), dann haben die Schüler „nichts im Kopf“ – Bimsen sie stattdessen (fertig vorliegendes) Wissen, dann sind sie angepasste Nachbeter fremder Gedanken und mobben zum Ausgleich ihre Mitschüler, was das Zeug hält. Bitte beides! (Wissen und Verhalten) bekommt man aber nur, wenn man auch Keines von Beidem! sowohl zum Büffeln als auch zum Verhaltenstraining sagt. Weiterlesen

Warum ich doch nicht Zynikerin geworden bin und wodurch meine Seele davor gerettet wurde

Natürlich wurde ich nicht als Theoriefreundin geboren. Im Gegenteil war ich von Anfang an denkfaul bis dorthinaus – jedenfalls dann, wenn ich denken sollte nach Vorschriften, die das Ergebnis bestimmen wollten und im Vorraus enthielten. Es erschien mir so langweilig wie Malen nach Zahlen. Erst später, als die unvermeidlichen Widersprüche in meiner Praxis mich bei Strafe des Untergangs zum theoretischen Denken zwangen, lernte ich die Vorschriften wissenschaftlichen Denkens und vor allem die Notwendigkeit von Vorschriften in der Vorgehensweise (nicht in den Ergebnissen wohlgemerkt) erst zu akzeptieren und dann zu lieben. Weiterlesen

Lernen 2.0: Didaktik der Autodidaktik

„Lernen gelernt“ zu haben, wird häufig gesagt, ist wichtiger als einzelnen „Stoff“ auf Abruf gespeichert zu haben. Klar: Zu wissen, wo und wie ich alles das bekomme, was ich wissen will, ist viel mehr Wert als das einzelne Wissensobjekt. (Von der relativen Nutzlosigkeit von Datensammlungen oder Einzelinformationen im Kopf gar nicht zu reden.) „was ich wissen will“ ist dabei übrigens der am meisten ignorierte und meistens unterschätzte Satzteil. Dazu sagt Andreas Schleicher:
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