Lernen 2.0: Didaktik der Autodidaktik

„Lernen gelernt“ zu haben, wird häufig gesagt, ist wichtiger als einzelnen „Stoff“ auf Abruf gespeichert zu haben. Klar: Zu wissen, wo und wie ich alles das bekomme, was ich wissen will, ist viel mehr Wert als das einzelne Wissensobjekt. (Von der relativen Nutzlosigkeit von Datensammlungen oder Einzelinformationen im Kopf gar nicht zu reden.) „was ich wissen will“ ist dabei übrigens der am meisten ignorierte und meistens unterschätzte Satzteil. Dazu sagt Andreas Schleicher:
Weiterlesen

Aktualisierung meines Beratungstools PLN/PLE

So ist das bei mir immer: Aktualisierungen von Arbeitsmaterialien kriege ich immer erst dann gebacken, wenn ich sie grade dringend brauche. Irgendwie schaffe ich es nicht, während weniger stressiger Zeiten, alles in Schuss und aktuell zu halten. Aber jetzt gab es wieder einen Anlass, endlich mein Beratungstool zum PLN zu optimieren – natürlich basierend auf den guten Tipps aus meinem PLN – (vielen Dank nochmal):

 

Lernen und Arbeiten – it’s about living

Für die Subkonferenz re:learn auf der re:publica 2010 habe ich mir folgendes notiert:

Computing is not about computing anymore – it’s  about living

(Nicholas Negroponte)

Eine „neue Lernkultur“ ist also ebenso eine neue Arbeitskultur und weiter noch: eine neue (Lebens-) kultur überhaupt. Mithin geht es nicht um eine Medienkompetenz im engeren Sinne, sondern um Literacy im 21. Jahrhundert, um Lebenskompetenz schlechthin.

Welches sind die Merkmale?

  • statt Klassenraum-Unterricht: Community als Bildungsraum
  • statt bloßer Vermittlung von kanonischem, also bekanntem Wissen die Entwicklung von Kompetenzen zur Generierung von neuem Wissen
  • statt Aufnahme vorgegebener Informationen das Auffinden von persönlich bedeutsamen Informationen
  • statt individueller Verarbeitung von Informationen der Austausch und die kollaborative Verarbeitung von Informationen
  • statt Übernahme feststehender Bedeutungen und Beurteilungen durch Autoritäten die Entwicklung von Kompetenzen zur eigenen Sinnbildung und zur selbständigen Bewertung

Soweit können mir inzwischen viele in meiner Lern- und Arbeits- und Lebensumgebung folgen, auch wenn sie bislang nicht mit Web 2.0-Medien arbeiten. Danach kommt aber immer die Frage:

Was soll ich denn nun für Web 2.0-Tools dafür nutzen und wie?

Auf diese Frage muss ein überzeugender Überblick her mit den wichtigsten Funktionen und Tools zum Ausprobieren, wobei es unbedingt nötig ist, sich nicht in einzelnen tollen Möglichkeiten und den vielen Alternativen von Tools und Anbietern zu verlieren. Es muss ein griffiges Modell her.

Ich bin keine E-learn-2.0-Expertin und konnte mich daher nur auf meine eigenen selbstgestrickten Erfahrungen stützen. Hier ist meine erste grobe Version für die Schnellberatung:

Was fehlt, ist zu verbessern, zu ersetzen, zu ergänzen?

Wo existieren bereits professionelle und trotzdem einfache Modelle?