Dan Brown: Open Letter to Educators

„Die Welt transformiert sich, und wenn du dich nicht mit ihr transformierst, dann wirst du nicht mehr gebraucht.“

Das ist der Schlusssatz in Dan Browns großartigem Video  „An Open Letter to Educators“.

Wenn du in Zukunft gebraucht werden willst, dann musst du als Lehrer deine Funktion transformieren, deine Rolle, deine Tätigkeit und dein gesamtes Tätigkeitssystem – mit deinen Kollegen zusammen. Du musst die Schule „neu erfinden“ und dich selbst dazu. Das ist natürlich nicht so einfach, denn es erfordert, alles, was du bisher gedacht und getan hast, in Frage zu stellen. Nicht viele halten das gut aus.

Darum ist es verständlich, dass immer wieder nach Gründen gesucht wird, warum es sich vielleicht doch vermeiden lässt, einen so umfassenden Wandel zu vollziehen, und warum doch im Prinzip und im Kern und mit nur einigen entscheidenden „Verbesserungen“ alles so bleiben kann, wie es ist. Und womöglich ist es gerade für diejenigen, die im bestehenden System gerade gut zurecht kommen als Lehrer, besonders schwierig, alles infrage stellen zu sollen.

Mir haben sich vor einigen Jahren diese Fragen vielleicht gerade deswegen unabweisbar aufgedrängt, weil ich in dem bestehenden System NICHT mehr gut zurechtkam.

Wie auch immer: Dan Brown’s Open Letter stimme ich ohne Einschränkungen zu.

4 Gedanken zu „Dan Brown: Open Letter to Educators

  1. Ich fand ihn auch klasse. Beim Blick in seine sonstigen Einträge seines Youtube Channels verstärkte sich aber mein Eindruck eines hektischen und extrovertierten – sicherlich begabten – Jungen, der ein Thema einfach mitreißend zusammengefasst hat. Und das typisch amerikanisch mit vielen Beispielen – anhand derer man kaum anders kann als zustimmend zu nicken. Oder?

    Eine neue Perspektive sehe ich bei ihm nicht. Was das Video freilich nicht überflüssig macht.

  2. Ja. Er ist kein Erziehungswissenschaftler, der aus seiner Message eine Handlungsanleitung für Lehrer oder für Schulentwickler machen kann. Aber die Message ist a) richtig und b) perfekt rübergebracht. Sie wird nicht schlechter dadurch, dass Dan Brown auch über anderes gut reden kann oder auch mal Dinge tut im Video, die wir nicht tun würden („don’t try this at home“).
    Aber hast Du Dir auch mal die Video-Antworten auf sein Open Letter angeguckt?
    Au weia. Da gibt es z.B. einen typischen Lehrer in meinem Alter und drüber, der das alte Unterrichten für unersetzlich erklärt („wir müssen lernen, was unsere Vorfahren auch gelernt haben“ ), eine schlampige Sprache hat, ungepflegt aussieht und lieblos performt.
    Hey, und so jemand soll mehr Reputation haben, bloß weil er Lehrer ist? Oder die College-Studenten, die nicht mehr zustande kriegen an Argumenten für das alte System als: Wir lernen nicht bloß Informationen, sondern auch das Lernen von Informationen. (Was für ein müder alter Kack.)

  3. Pingback: Wenn Schule Bildung behindert « Die Kritiker

  4. Der Bursche ist gut, aber krass einseitig. Kreativität z.B. passiert nicht ohne Faktenwissen.
    Kein Medium killt ein anderes, es ergänzt. Das gilt auch fürs Internet.

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