Schulreform – worauf es ankommt

And remember: without data you are just another person with an opinion“, sagt uns Andreas Schleicher zum Abschluss seiner hoch aufschlussreichen .ppt PISA-verstehen_Motivation_Kontext_Interpretation-der-Ergebnisse- (ppt, 2,635 KB).
In der Tat – bloß Vermutungen oder „gefühlte“ Praxiserfahrung reichen nicht zur Definition der Transformationsaufgaben – von irgendwelchen ideologischen Beschränkungen der Analyse- und Interpretationsfähigkeit mal ganz abgesehen.

Eine zweite wichtige datengestützte Untersuchung ist die von McKinsey zur Identifikation der wichtigsten Merkmale, die zu hoher und höchster Leistung eines Schulsystems führen: How the world’s best-performing school systems come out on top.
Nicht jeder kann es sich erlauben, sich genüsslich durch die 59 Seiten zu arbeiten. Drum habe ich für interne Arbeitszusammenhänge der Lehrerfortbildung eine kleine Zusammenfassung der wichtigsten Befunde auf Deutsch gemacht. Nur gut 3 Seiten und vielleicht auch für andere interessant –

Zusammenfassung1 (doc, 43 KB)

4 Gedanken zu „Schulreform – worauf es ankommt

  1. And attention, please: With data you have just some data, not reality.

    Ich bin ein Fan dieses Reports … und deiner Zusammenfassung. Super!
    Da steckt verdammt viel Schlaues drinnen!

  2. REPLY:
    Ja allerdings, das ist wahr. Es kömmt auf eine überzeugende Interpretation dieser data an. Und wie man in Deutschland sehen kann, werden die PISA-Daten sehr unterschiedlich aber auch sehr verschieden überzeugend interpretiert.

  3. Wirklich gute Vorschläge (Ich meine: „In rot meine Assoziationen zur Übereinstimmung mit unserer Arbeit in LIF 14“ – das andere auch…).

    Meine Erfahrungen mit dem damaligen Hamburger Studienseminar (vor 20 Jahren): Hauptseminarleiter hospitiert in angeblich „bewertungsfreier Beratungssituation“ und am ende liest man seine Fehler aus dem 2. Semester in den Bewährungsbericht als Begründung für die „3“. Die Note stand schon nach einem Drittel der Ausbildungsphase fest… – und nichts mit Coaching, Beratung, Training usw. Diese Erfahrung machen Referendare auch heute noch – auch wenn man zugeben muss, dass es mittlerweile doch eine Reihe kompetenter Hauptseminarleiter zu geben scheint.

    Es gibt also trotz positiver Ansätze noch genauso viel Handlungsbedarf in der Lehrerausbildung wie „an der Basis“…

    Zum Stichwort von einander und miteinander lernen in der Lehrerausbildung: Hoffentlich ist man von dem unsäglichen Zwang, in den Lehrproben immer besonders originell sein zu müssen, weggekommen. Seinerzeit musste jeder Referendar das Rad zu einem Thema auf seine spezielle Weise neu erfinden, Zusammenarbeit und gemeinsame Vorbereitung von Unterricht war verpönt. Ganzen Lehrergenerationen hat man das Arbeiten im Team systematisch in der Ausbildung aberzogen. Der Idealfall war der Einzelkämpfer (der sich natürlich dann auch nicht in die Karten lassen wollte).
    Natürlich gibt es auch die, die sich davon im Laufe der Zeit emanzipiert haben, aber das scheint nach meinen Erfahrungen auch als Vater dreier Kinder (mit insgesamt inzwischen fast 36 Schuljahren) eher die Ausnahme zu sein.

    Langer Rede kurzer Sinn: Wenn die Ideen von Lisa Rosa und anderen im Hamburger LI uns anderswo in der Aus- und Fortbildung zum Zuge kämen, könnte man viel gewinnen – trotz des Beharrungsvermögens des Systems und der o.g. Einzelkämpfergenerationen.

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