Digitale Bohème

Ob der Begriff Bohème auf längere Sicht belastbar genug ist, um das komplexe Phänomen des Ausstiegs aus der Arbeitsgesellschaft zu fassen, ist eine Frage, die man noch später klären kann. Daß aber Holm Friebe und Sascha Lobo mit ihrem Buch Wir nennen es Arbeit. Die digitale Bohème oder Intelligentes Leben jenseits der Festanstellung in der soziologischen Beschreibung eines wesentlichen Merkmals unserer Übergangsgesellschaft ins Schwarze getroffen haben, steht für mich fest.

Peter Glaser hat dieses Buch so schön mit einer Steilvorlage von Empfehlungsschreiben versehen, daß ich gar nicht erst versuchen werde, damit zu konkurrieren:

„Dieses Buch ist hypermodern, jeder sollte es lesen. Es ist eine wundervolle Analyse von etwas Ununtersuchbarem: den Grundstoffen einer Alchemie des 21. Jahrhunderts nämlich, die versucht, Arbeit in Glück zu verwandeln; in etwas, das man Arbyte nennen könnte. Was Kolumbus mit drei Karavellen geschafft hat, lässt sich nun mit einem Laptop unternehmen. Entdecker wissen heute: Die Welt ist eine Google. Und endlich steuern wir auf das zu, was Technologie tatsächlich bedeutet – nicht, wie in Zukunft Geräte aussehen werden, sondern wie wir im Hier und Netz zusammenleben.“

Friebe und Lobo kann man hier in einem Video kennenlernen. Die Begegnung lohnt sich unbedingt.

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