Aggro

Hab ich doch vor wenigen Monaten erst in einem Aufsatz über rechtsextremistische Musik geschrieben, daß HipHop der einzige Musikstil ist, den die Neonazi-Szene sich nicht kopierend einverleibt – alles falsch, schmeißt weg, überholt! Lest das Interview mit Bushido, Murat Güngör und Hannes Loh in der gestrigen SZ, es fördert haarsträubende Entwicklungen zutage. Bushido, selbst Emigrantenkind, hat es mit seinen sexistischen, rassistischen und sadistischen Texten soweit gebracht, daß drei seiner fünf Scheiben auf dem Index gelandet sind, und er wird von jugendlichen Glatzköpfen geliebt… Die beiden anderen Interviewpartner, selbst ehemalige Rapper der 80er Rapgeneration, fragen ihn verzweifelt, wie er denn seiner kleinen Tochter, so er eine hätte, diese Texte erklären wollte. Darauf Bushido: Sie würde hoffentlich sagen: „Papa, du weißt doch, das ist nur ein Lied“. Wirklich zum Haareraufen!

2 Gedanken zu „Aggro

  1. in diesem spektrum wundert mich nichts mehr, die finden immer einen vorzeige-farbigen oder einen jüdisch-gläubigen kronzeugen für ihre haßtiraden.
    das geht ja sogar soweit, daß es eine nationale anti-fa gibt…

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